- 3.1 -

Haus und Garten

Fortsetzung

Meine ehemaligen Hobbies

Briefmarken sammeln Schon als Kind habe ich mit diesem Hobby begonnen, auch wenn es damals vor dem Krieg noch einfach deutsch: Liebhaberei geheissen hat. Mein Vater hat gesammelt und deshalb wollte ich so etwas auch machen. Der Krieg und die Besetzung auch unserer Wohnung durch die Franzosen hat nicht nur dieses Sammeln unterbrochen. Ich habe Reste unserer Sammlung im Kohlenkeller unter allerlei Gerümpel gefunden und "gerettet". Auch Kleidung und Schriftliches von uns, war dort von den Soldaten und deren deutschen "Liebchen" "entsorgt" worden, ebenso Nazi-Utensilien von Fremden. Nach dem Krieg und der Entlassung meines Vaters aus dem KZ hat er wieder zu sammeln begonnen und im Laufe der Jahre einiges Geld investiert, sodass ich 34 Alben geerbt habe mit seinen Schätzen. Ich habe auch wieder zu sammeln begonnen als wir geheiratet hatten. 1973 nach dem Tod meines Vaters habe ich meine Sammlung in seine "integriert" und fleissig gesammelt und postfrische Marken gekauft. 1993 bin ich zur Ansicht gekommen, dass man postfrische Marken auch später zu denselben Preisen kaufen kann wie im Ausgabejahr. Deshalb habe ich das Kaufen eingestellt und sammle seither nur noch das, was ich auf Briefen finde und sonst noch bekomme. Im Hintergrund steht bei mir die Frage: Wer erbt diese Sammlung und was macht er damit? .....

Zinnfiguren Auch dieses Hobby habe ich beendet, das ich etwa 1980 mit einem Kollegen begonnen hatte. Es hat angefangen mit dem Wunsch "Bleisoldaten" selbst herzustellen und ging dann in der Qualität bis zu künstlerisch bemalten Flachfiguren. Weil die Letzteren so klein, feingliederig und diffizil sind, habe ich mit der Zeit die Lust verloren, sie zu bemalen. Meine Geduld und Sympathie liegt bei grösseren "Produkten", sie müssen ja nicht unbedingt aus Stein und Beton sein !

Häusle bauen Ich habe mit etwa 8 Jahren "beschlossen" Maurer zu werden. Gleich nach dem Abitur 1946 konnten wir jungen Hüpfer keinen Studienplatz bekommen, weil "jetzt erst mal die dran kommen, die lange Soldat waren". Also habe ich mein Praktikum erst mal begonnen und dieses dann in die Maurerlehre umgewandelt, man weiss ja nicht, was noch alles kommt in der schlechten Nachkriegs-Zeit. Als Abiturient konnte ich schon nach zwei Jahren die Gesellenprüfung machen und wurde anschliessend gleich als Kapo, Polier oder Kolonnenführer eingesetzt, bis kurz vor dem Studienbeginn. Nach dem Studium, unserer Hochzeit und 3 Jahren Berufsarbeit haben wir unser Haus in Neuenrade/Westfalen gebaut. Einschliesslich des Dachstuhls haben Erika und ich den Rohbau "so nebenher" aufgebaut. Auch 1968 dann in Konstanz war alles Eigenarbeit, der erste Fremdhandwerker war der Blechner, der die Verwahrung ums Kamin im Dachstuhl gelötet hat. Heutzutage "leben" wir zum Teil von dieser Arbeit und wollen nicht noch ein drittes Haus bauen.

Volleyballspielen 1961 habe ich mit dieser Sportart begonnen, die ich ab 1965 hier in Konstanz "profi-haft" betrieb, also nicht als Amateur so-la-la, sondern mit "Technik". Ich habe es - meist in der Bezirksliga - als Trainer, Abteilungsleiter noch zum B-Schiedsrichter gebracht und konnte etwa 2 Jahre in der Landesliga spielen. Als zweiter Schiedsrichter durfte ich beim Länderspiel Brasilien - Kanada in Friedrichshafen "pfeifen". Im Alter von 62 Jahren gab ich meinen Spielerpass ab und spielte nur noch so-la-la auf dem Föhrli, bis ein Bandscheibenvorfall auch diesem Treiben (fast) ein Ende setzte.

 

Zurück zur Startseite zurück zu Seite 3 Seite 3.2